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Eine Familie genießt den Sonntag beim Sonntagsausflug. Postkarte Copyright Allianz für den freien Sonntag Rheinland-Pfalz. Foto: Bistum Mainz Postkarte: Allianz für den freien Sonntag Rheinland-Pfalz. Foto: Bistum Mainz

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Sonntagsruhe – aus guten Gründen geschützt

Der Sonntagsruhe ist grundgesetzlich geschützt. Sie soll allen Beschäftigten die Möglichkeit zur Religionsübung, zur Teilnahme Gottesdiensten geben, andererseits aber auch freie, unverplante Zeit für die Familien, für ehrenamtliches Engagement, für Kultur und Muße gewährleisten.

Doch was ist Zerstreuung und Muße? Vielleicht auch ein Einkaufsbummel durch die Stadt? Die Diskussion um die Ausweitung von Einkaufsgelegenheiten an Sonn- und Feiertagen hat sich zu einem Dauerstreit entwickelt. Bei diesem Streit stehen sich der Gesetzgeber einerseits, Ladeninhabern und Bundesländern, die im Blick auf die Landeschlusszeiten eine gewisse Gestaltungsfreiheit haben, andererseits gegenüber.

Der Sonntag ist eine notwendige Unterbrechung
Zusammen mit den anderen Trägern der Allianz für den freien Sonntag steht unsere Kirche für eine bewusste und vielseitige Sonntagskultur ein, die von einem breiten Konsens in unserer Gesellschaft getragen und von unserer Verfassung aus guten Gründen geschützt wird, denn der Sonntag ist kein Tag wie jeder andere. In der jüdisch-christlichen Tradition ist der Sabbat bzw. der Sonntag ein Tag, der der gottesdienstlichen Feier, der Ruhe und der Zuwendung zum Nächsten gewidmet ist.

Auch heute noch ist ein verlässlicher Wochenrhythmus mit einem Unterbrechungstag für die individuelle Lebensgestaltung ebenso wichtig wie für das Miteinander in Familie, Verein und Freundeskreis. Auch der eingespielte Wechsel von Arbeit und Entspannung, vom „Muss“ und vom „Kann“ ist nicht zu unterschätzen. Wer ein Berufsleben lang fit bleiben will, kann die Erholung nicht komplett auf den Urlaub verschieben. Auch arbeitsmedizinisch und sozialpsychologisch spricht alles dafür, mit dem Kulturgut Sonntag pfleglich umzugehen.

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Materialien zum Thema Sonntagsschutz

Rund um das Thema Sonntagsöffnungen und Sonntagsschutz sind eine Reihe von Kampagnenhilfen, Gutachten und Positionspapieren erschienen und Gerichtsurteile ergangen. An dieser Stelle sind einige dazu zu finden. Die Herkunft der Dokumente spiegelt die unterschiedlichen Standpunkte und Interessen in der aktuellen Auseinandersetzung.


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Erst Einbindung in das Ganze schafft Gemeinwohl

Pfarrer Ralf Stroh, Referent für Wirtschaft und Finanzpolitik in Hessen und Nassau, hat in der Zeitkonferenz der Allianz für den freien Sonntag zu „Arbeitsfreier Sonntag und Gemeinwohl“ referiert. Eine seiner Thesen: Entgegen anderslautender Meinung sind es gerade auch die Argumente des Liberalismus, die für den starken Sonntagsschutz als wesentlichen Bestandteil des Gemeinwohls sprechen.


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Evangelische Kirche im Rheinland sieht „fatales Signal“ gegen den Sonntagsschutz

Die Evangelische Kirche im Rheinland nennt die geplante Verdoppelung der verkaufsoffenen Sonntage durch die NRW-Landesregierung von vier auf acht Tage pro Jahr ein „fatales Signal“. In einem Beschluss der Landessynode am Donnerstag, 11. Januar, in Bad Neuenahr spricht die Landeskirche vom Sonntagsschutz als einem „hohen Gut unserer Sozialkultur“.


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„Ohne Ruhetag verlieren wir unseren menschlichen Lebensrhythmus“

In Bad Kreuznach hat die dortige Allianz für den freien Sonntag sieben Thesen gegen Verkaufsöffnungen am Ruhetag an die Tür der Heilig-Kreuz-Kirche geschlagen. Anlass dazu gaben Ladenöffnungen am sogenannten Mantelsonntag. Dr. Claus Clausen, Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Kreuznach, erläutert die Aktion im Interview.


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Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2009

Im Dauerstreit um die Ausweitung von Einkaufsgelegenheiten an Sonntagen hat das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2009 das besondere Charakteristikum der Sonn- und Feiertage markant unterstrichen.


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Peter Mörbel / 19.01.2018



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