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Deutschlandfunk Kultur, 1. Dezember 2017

„Finanziert das Gesundheitssystem mit Steuern!“

„Wie wäre es, wenn notwendige Medizin bereitgestellt würde so wie Straßen und Schulen?“, fragt Timo Rieg im „Politischen Feuilleton“ von "Deutschlandfunk Kultur". Einfach, weil es notwendig sei und bezahlt aus der Steuer. Die solle ja ohnehin schon sozial gerecht sein. Auch in der Bürgerversicherung sieht er nur „die langweilige Fortschreibung der Politik Bismarcks“.

Begonnen habe die Versicherungspflicht im Jahr 1883 für Arbeiter, dann folgten Angestellte und viele andere, nun also sollten auch Beamte und Politiker hinein. Das wirkliche Problem ist nach Ansicht des Autors ein ganz anderes: “Wir betreiben einen wahnsinnigen Aufwand, um zu regeln, wer im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalls die Behandlung bezahlt. Der Patient unmittelbar soll es nicht sein, weil die Kosten in vielen Fällen seine Leistungsfähigkeit übersteigen.“ Die privaten Versicherungen könnten auch bei der steuerfinanzierten Gesundheit weiterhin alles anbieten, was über das medizinisch Notwendige hinausgeht.

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rtm / 11.12.2017



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