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Stapel Zeitungen - © NejauPhoto

Open Access der InterReligiösen Bibliothek (IRB)

"Ein Marshallplan mit Afrika?"

Mit der Zukunft Afrikas beschäftigt sich ein Bericht von Professor Dr. Eckhard Freyer (Bonn) in einem Blog für die Inter-Religiöse Bibliothek (IRB). Er bezieht sich zunächst auf Thesen von Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate zu Afrika und einer drohenden Völkerwanderung, um dann einen Bogen zu schlagen zum vorgestellten Marshallplan mit Afrika und zum Projekt „Desertec“, Solarstrom aus der Wüste.

Professor Freyer ist engagiert für die „Initiative für evangelische Verantwortung in der Wirtschaft Mittel- und Osteuropas“ in den Regionalgruppen Rheinland-Nord und -Süd. So ist für ihn die Zukunft Afrikas unmittelbar mit der Zukunft Europas verbunden. In Anschluss an Asserate beschreibt er Afrika als einen rohstoffreichen Kontinent, in dem aber viel Geld in den falschen Taschen landet. Als Folge sieht der äthiopische Prinz eine neue Völkerwanderung, wenn Europa Afrika nicht rettet.

Doch zugleich gilt für Freyer: „Nur eigene Anstrengungen können Afrika wirklich retten“. Korrupte Regime vieler afrikanischer Länder, Bürger- und Religionskriegen, könnten den dort lebenden Menschen weder politische noch wirtschaftliche Aussichten auf eine lebenswerte Zukunft bieten.

Jobs, Investitionen und Wertschöpfung

Freyer nennt zehn Gründe für den sogenannten Marshallplan mit Afrika, den das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 2016 vorgestellt hat. Dazu gehört, dass Jobs für junge Menschen in Afrika geschaffen werden müssen, Investitionen für unternehmerische Entfaltung benötigt werden sowie Wertschöpfung an die Stelle von Ausbeutung treten muss.

Als beispielhaftes Planungsprojekt nennt Freyer „Desertec“. Besonders intensiv sei in Deutschland die Kommunikation zwischen Algerien und Partnern in Mitteldeutschland. Bei erneuerbaren Energien gehe es um mehr als die Erzeugung von Strom. Das Projekt verbinde globales und regionales Denken mit interkulturellem Handeln angesichts der dauerhaften Sicherung der Energieversorgung im 21. Jahrhundert nicht nur in Europa.

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rtm / 26.03.2019



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