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Süddeutsche Zeitung, 3. September 2018

„Diese fünf Maßnahmen sind notwendig, um die Rente zu sichern“

Nach Ansicht von Prof. Marcel Fratzscher und Dr. Johannes Geyer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) versagt die Politik bei der Rentenvorsorge. In einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ fordern sie, auch unbequeme Reformen umzusetzen.

Das aktuelle Rentenniveau von 48 Prozent sei weder großzügig noch auskömmlich, so die Experten. Viele hätten nicht privat vorgesorgt und müssten sich dann im Alter deutlich einschränken. Außerdem weisen sie darauf hin, dass immer mehr Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien, mit "Niedriglohnkarrieren" oder in Teilzeit mit geringeren Rentenansprüchen rechnen müssten.

Die Autoren fordern fünf Maßnahmen, um das Rentenniveau zu stabilisieren. So fordern sie die Abkehr vom sogenannten Äquivalenzprinzip. Rentner mit vergleichsweise niedrigen Rentenpunkten sollten dann künftig mehr Geld pro Punkt bekommen. Da diese Menschen eine niedrigere Lebenserwartung haben, kämen ihre Beiträge jetzt überproportional den Besserverdienenden zugute. Weitere Vorschläge sehen eine Erhöhung der Erwerbstätigkeit vor, ein Modell zur Absicherung moderner Formen der Selbstständigkeit, die Flexibilisierung des Renteneintritts und die weitere Stärkung der privaten Vorsorge.

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rtm / 04.09.2018



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