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Rheinische Post, 15. Dezember 2017

„Brauchen wir mehr verkaufsoffene Sonntage in NRW?“

In einem „Pro und Contra“ widmen sich Redakteure der „Rheinischen Post“ dem Thema mehr verkaufsoffene Sonntage in Nordrhein-Westfalen. Anlass sind die Pläne der NRW-Landesregierung die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage von vier auf acht in einem Jahr zu verdoppeln. Außerdem sollen Geschäfte an Samstagen unbegrenzt bis 24 Uhr öffnen dürfen.

Horst Thoren, stellvertretender Chefredakteur der „Rheinischen Post“ sieht einen Glaubenskampf, bei dem Gewerkschaften und Kirchenvertreter „Seit' an Seit'“ gegen den innerstädtischen Handel stehen. Dabei werde das Bibelgebot "Am siebten Tage sollst du ruhen" in unserer Freizeitgesellschaft schon lange durchbrochen. Auch er muss allerdings zugeben, dass die Verkaufssonntage allein notleidende Geschäfte nicht retten können. Mit ihrem teilweise beachtlichen Publikumsandrang helfen sie aber seiner Ansicht nach, die Attraktivität des stationären Handels zu erhöhen.

Kirsten Bialdiga, Chefkorrespondentin für Landespolitik, erinnert daran, dass die Sonntagsruhe von so großer Bedeutung ist, dass sie im Grundgesetz festgeschrieben wurde. Für die meisten Familien sei der Sonntag nach wie vor der einzige Tag der Woche, an dem sie vollzählig zusammenkommen können. Sie sieht kein übergeordnetes öffentliches Interesse darin, dass Menschen ausgerechnet auch noch am Sonntag shoppen können. Wer etwas einkaufen wolle, habe dazu doch ohnehin montags bis samstags jeweils von neun oder zehn Uhr bis mindestens 20 Uhr die Möglichkeit.

Das Thema Sonntagsöffnungen bewegt viele Menschen, dass zeigt sich auch an den Leserkommentaren. Sie reichen vom Hinweis, dass der Sonntag dem Menschen seine christliche Würde gebe, bis zu der Meinung, dass die Begrenzung der Öffnungszeiten zu Hektik und Chaos bei den Konsumentinnen und Konsumenten führe.

Mit einer eigenen Stellungnahme haben sich inzwischen die fünf katholischen (Erz-)Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in NRW bei der Anhörung am 18. Dezember in Düsseldorf zum erwähnten Gesetzesentwurf der Landesregierung zu Wort gemeldet. Die gemeinsame Gestaltung der Sonn- und Feiertage im Kreis der Familie, mit Freunden, Bekannten und in den Vereinen sei nur möglich, wenn ein zeitlicher Gleichklang gewährleistet ist, heißt es in der Stellungnahme.

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rtm / 19.12.2017



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