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Eine Familie genießt den Sonntag beim Sonntagsausflug. Postkarte Copyright Allianz für den freien Sonntag Rheinland-Pfalz. Foto: Bistum Mainz Postkarte: Allianz für den freien Sonntag Rheinland-Pfalz. Foto: Bistum Mainz

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Sonntagsruhe – aus guten Gründen geschützt

Der Sonntagsruhe ist grundgesetzlich geschützt. Sie soll allen Beschäftigten die Möglichkeit zur Religionsübung, zur Teilnahme Gottesdiensten geben, andererseits aber auch freie, unverplante Zeit für die Familien, für ehrenamtliches Engagement, für Kultur und Muße gewährleisten.

Doch was ist Zerstreuung und Muße? Vielleicht auch ein Einkaufsbummel durch die Stadt? Die Diskussion um die Ausweitung von Einkaufsgelegenheiten an Sonn- und Feiertagen hat sich zu einem Dauerstreit entwickelt. Bei diesem Streit stehen sich der Gesetzgeber einerseits, Ladeninhabern und Bundesländern, die im Blick auf die Landeschlusszeiten eine gewisse Gestaltungsfreiheit haben, andererseits gegenüber.

Der Sonntag ist eine notwendige Unterbrechung
Zusammen mit den anderen Trägern der Allianz für den freien Sonntag steht unsere Kirche für eine bewusste und vielseitige Sonntagskultur ein, die von einem breiten Konsens in unserer Gesellschaft getragen und von unserer Verfassung aus guten Gründen geschützt wird, denn der Sonntag ist kein Tag wie jeder andere. In der jüdisch-christlichen Tradition ist der Sabbat bzw. der Sonntag ein Tag, der der gottesdienstlichen Feier, der Ruhe und der Zuwendung zum Nächsten gewidmet ist.

Auch heute noch ist ein verlässlicher Wochenrhythmus mit einem Unterbrechungstag für die individuelle Lebensgestaltung ebenso wichtig wie für das Miteinander in Familie, Verein und Freundeskreis. Auch der eingespielte Wechsel von Arbeit und Entspannung, vom „Muss“ und vom „Kann“ ist nicht zu unterschätzen. Wer ein Berufsleben lang fit bleiben will, kann die Erholung nicht komplett auf den Urlaub verschieben. Auch arbeitsmedizinisch und sozialpsychologisch spricht alles dafür, mit dem Kulturgut Sonntag pfleglich umzugehen.

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Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2009

Im Dauerstreit um die Ausweitung von Einkaufsgelegenheiten an Sonntagen hat das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2009 das besondere Charakteristikum der Sonn- und Feiertage markant unterstrichen.


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Peter Mörbel / 05.05.2017



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