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Landespfarrer Peter Mörbel, Fotografin: Andrea Zmrzlak Fotografin: Andrea Zmrzlak

Studienleitung an der Evangelischen Akademie im Rheinland

Landespfarrer Peter Mörbel

Nach 15 Jahren Gemeindepfarrdienst in Neuss und Köln war ich von 1998 bis 2004 Persönlicher Referent des EKD-Ratsvorsitzenden Manfred Kock im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Seit 2005 bringe ich meine pastoralen und kirchenpolitischen Erfahrungen in die Evangelische Akademie im Rheinland ein. Meine Arbeit dort ist thematisch auf die Themen Wirtschaft – Arbeitswelt – Sozialer Wandel ausgerichtet.

Seit 2006 hat sich mein Aufgabenfeld um eine Reihe von Projekten erweitert, die ich für die Landeskirche durchführe oder begleite. Dazu zählen z.B. Dialogprojekte zwischen Kirche und Wirtschaft oder die die Zuständigkeit für regelmäßig wiederkehrende größere Veranstaltungsformate, die unsere Landeskirche in Kooperation mit benachbarten Landeskirchen und Bistümern betreibt, etwa den seit 1998 stattfindenden ökumenischen „Sozialpolitischen Aschermittwoch der Kirchen“ in Essen oder das vom Studienkreis Kirche-Wirtschaft des Landesverbands „unternehmer nrw“ angebotene „Sozialethische Kolloquium“.

Hinzu kommen die regelmäßige Mitarbeit in arbeitsweltpolitischen Aktionsgemeinschaften wie der „Allianz für den arbeitsfreien Sonntag in Rheinland-Pfalz“ und einem gemeinsamen Arbeitskreis des Bistums Trier und der Landeskirche. Aktuell sind dies Symposien und Veranstaltungen für das „Raiffeisenjahr 2018“ und für die Auseinandersetzung mit der Ideenwelt von Karl Marx, dessen 200. Geburtstag 2018 ebenfalls jährt und der wie Friedrich Engels evangelisch war.

Die Akademie und das Referat Sozialethik der Landeskirche arbeiten im Themenfeld Wirtschaft-Arbeit-Soziales bereits lange zusammen. Für diese Kooperation wurde 2016 eine neue Struktur zur öffentlichen Auseinandersetzung mit arbeitsweltlichen Themen geschaffen. Ziele dieser Veränderung sind die erweiterte Beteiligung interessierter Personen am themenbezogenen online-Diskurs und vereinfachte Zugänge zu digital bereitgestellten Sachinformationen. Auch soll die Kooperation mit Partnern wie dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt in der Region Niederrhein und den rheinischen Regionalgruppen des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer durch Veranstaltungshinweise u.ä. erleichtert werden.

Den Dialog zwischen Kirche und Wirtschaft lebendig halten
Ich möchte Grundeinsichten evangelischer Sozialethik in die Diskussion über die bessere Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, in die Entwicklung verantwortungsbewusster Unternehmensführung oder in die Förderung nachhaltigen Konsumverhaltens einbringen. Umgekehrt will ich die Anfragen von Politikerinnen und Politikern, Unternehmensverantwortlichen und Arbeitnehmern in unsere Kirche hineintragen. Dabei kommt es mir auf eine Debattenkultur an, die vom Respekt vor den Grundüberzeugungen des anderen geprägt ist.

... und dabei sichtbar machen, dass unser Glaube Wege zu einer besseren Gerechtigkeit bereit hält 
Die Akademie ist eine Einrichtung unserer Kirche, die Christinnen und Christen einlädt und ermutigt, sich mit Fragen der Wirtschafts- und Sozialethik auf dem Hintergrund ihres Glaubens und mithilfe wissenschaftlich fundierter Informationen engagiert auseinanderzusetzen. Ich sehe meine Aufgabe als Studienleiter darin, Moderator und Impulsgeber zu sein, Menschen auf der Suche nach ethisch verantworteten Kompromissen und nach politischen Lösungswegen zu unterstützen. Damit begleite ich Verantwortliche unserer Kirche im Diskurs mit der theologischen Sozialethik, den Gewerkschaften und mit Gesprächspartnern aus der Wirtschaft und aus den Sozialwissenschaften. Dabei gilt es, hin und wieder auch spannungsvolle Gegensätze auszuhalten, etwa in Fragen der Finanzmarkt- oder der Beschäftigungspolitik. Streit muss um der Sache willen sein. Nur durch Perspektivenwechsel ist ein angemessenes Verständnis komplexer Zusammenhänge möglich. Dabei hilft die theologische Einsicht, dass letztlich nicht wir es sind, die diese Welt und unsere Kirche aus Widersprüchen erlösen können. Dies sollte uns immer so viel gegenseitigen Respekt abverlangen, dass die Würde von Vertreterinnen und Vertretern anderer Ansichten nicht infrage steht. Im postheroischen Zeitalter ist in Kirche, Wissenschaft und Politik niemandem damit gedient, wenn eine Sachauseinandersetzung zur persönlichen Fehde mutiert, direkte Kontakte abgebrochen werden und Debatten nur noch in homogen bespielten Echoräumen stattfinden. Denn in einer freien und pluralen Gesellschaft kann keine Seite beanspruchen, dass ihre Sicht der komplexen Wirklichkeit völlig frei von Widersprüchen sei und für alles die besseren Rezepte liefern könne.

Unsere begrenzten kirchlichen Kräfte und Arbeitskapazitäten klug einzusetzen, glaubwürdige Schritte zusammen auch mit Nichtchristen zu gehen und in allem dafür einzustehen, dass unser Glaube auch dann Wege zur Versöhnung und zu einer besseren Gerechtigkeit aufzeigt, wenn wir noch weit davon entfernt sind – das sind Leitmotive meiner Arbeit.

Kontakt:
Tel.: 0228/47 98 98-56
Mobil: 0151 566 525 73
Mail an Landespfarrer Peter Mörbel

Tagungsassistenz:
Margit Korsch
Tel.: 0228/47 98 98-50
Mail an Margit Korsch

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Peter Mörbel / 12.05.2017



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