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Spiegel-Online, 26. Januar 2018

"Das verhöhnt die Chancengleichheit"

Gegen Neiddebatten, aber für Umverteilung spricht sich Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einem Interview mit "Spiegel-Online" aus. Der Forscher hat errechnet, dass die 45 reichsten Haushalte in Deutschland so viel besitzen wie die gesamte ärmere Hälfte der Bevölkerung .

Bach fragt sich, wieso die Einkommen und Vermögen der Mittel- und Unterschicht nicht in gleichem Maße wie am oberen Ende der Gesellschaft steigen. Das Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte sei im Wesentlichen bei den reichsten zehn Prozent angekommen. Das dürfe man nicht ignorieren.

Aus sozialpolitischer Sicht spielten andere Faktoren eine größere Rolle als die Konzentration der Vermögen bei den Superreichen. Dazu zählt der Steuerexperte die „Einkommensverteilung in der Breite einschließlich der Sozialtransfers, öffentliche Ressourcen wie Sozialversicherung, Kinderbetreuung oder Wohnungsbau, aber auch schwieriger zu messende Größen wie die Qualität der sozialen Beziehungen und die subjektiv empfundene materielle Sicherheit des Einzelnen“. Global gesehen gebe es aber durch die Vermögenskonzentration Tendenzen zu Plutokratie und Refeudalisierung.

Eine Neiddebatte ist nach Ansicht von Bach aber nicht hilfreich. „In Deutschland leben die meisten superreichen Eigentümerfamilien eine Unternehmenskultur, die auch der breiten Bevölkerung nutzt“, so der Autor des Buches "Unsere Steuern. Wer zahlt? Wie viel? Wofür?". Umverteilen solle man dennoch. Einzelne Elemente der Vermögensteuer könne man in die Gewinn- und Einkommensteuern integrieren oder die Superreichen besser bei der Einkommensteuer erfassen.

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rtm / 31.01.2018



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