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Ein Jugendlicher hebt den Daumen zum Zeichen, das er es schaffen wird. Foto: © the rock - Fotolia.com Foto: © the rock - Fotolia.com

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Bessere Chancen für benachteiligte Jugendliche

Dass junge Menschen einen Schulabschluss machen und danach den Einstieg in Ausbildung und letztendlich Beruf schaffen, ist eine Zielvorstellung der jungen Leute selbst, ihrer Eltern und der Gesellschaft. Aber die Lage ist für junge Menschen trotz einiger Verbesserungen am Ausbildungsmarkt immer noch schwierig.

Nur jeder fünfte Betrieb bildet aus, meldet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seinem Ausbildungsreport 2016. Viele Ausbildungsbetriebe betreiben zudem nach wie vor eine sogenannte Bestenauslese. Die Digitalisierung in allen Branchen bringt es mit sich, dass die Arbeitsplätze der Zukunft immer anspruchsvoller werden. Die noch längst nicht abgeschlossene Automatisierung bewirkt, dass immer weniger einfache Helfertätigkeiten benötigt werden. Dazu kommen sogenannte Passungsprobleme, d.h. Angebot und Nachfrage finden in manchen Orten oder Regionen schwer zueinander. Zwar gibt es freie  Ausbildungsplätze, sie entsprechen aber nicht  den Ausbildungsplatzwünschen der Bewerberinnen und Bewerber.

Schwierige Lebensumstände erschweren auch den Start ins Berufsleben
Für junge Männer und Frauen kann es aus vielerlei Gründen schwer sein, den Weg von der Schule zu Ausbildung und Beruf reibungslos zu durchlaufen. Oftmals sind es nicht alleine eigene fehlende Qualifikationen und Arbeitsmarktprobleme, die den Weg versperren. Es sind weitere Lebensumstände, wie eine schwierige finanzielle Situation des Haushalts oder bereits bei den Eltern bestehende Probleme am Arbeitsmarkt, eine Migrations- oder Fluchtgeschichte, die für die jungen Leute eine Vorprägung und eine enorme Belastung bedeuten. Von wirtschaftlicher und sozialer Unsicherheit geprägte Lebensläufe sind die Folge.

Schulische und außerschulische Begleitung muss verbessert werden
Angesichts dieser Situation sind Politik, Gewerkschaften, Kirchen, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Arbeitsverwaltung und Kommunen gefordert, die schulische und außerschulische Begleitung von Jugendlichen mit schlechten Startchancen weiter zu verbessern. Darüber hinaus müssen bestehende Angebote besser vernetzt werden.

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Dr. Kordula Schlösser-Kost / 08.05.2017



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