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Hände unterschiedlichen Alters greifen ineinander und bilden ein Geflecht. Care-Arbeit unterstützt diejenigen, die Begleitung benötigen. Foto: © Dmitry Naumov - Fotolia.com Foto: © Dmitry Naumov - Fotolia.com

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Care-Arbeit – notwendig, aber wenig wertgeschätzt

Betreuung von Kindern oder alten Menschen, Pflege in der Familie oder im Krankenhaus, Erziehung, Familien- und Hausarbeit – diese und weitere, ähnliche Tätigkeiten werden unter dem Begriff der Care-Arbeit oder Sorgearbeit zusammengefasst.

Der englische Sammelbegriff „Care“ ist vieldeutig und bedeutet mehr als die persönliche „Fürsorge“ oder das ehrenamtliche oder professionelle „Kümmern“ um einen hilfebedürftigen Menschen. Zum „Care“-Bereich gehört unter anderem auch die Unterstützung von Familien mit kleinen Kindern oder die Versorgung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Care-Arbeit leistet eine Mutter ebenso wie eine Pflegefachkraft, beide sind mit ihrer Tätigkeit, mit ihrer Fürsorge für das jeweilige Gegenüber ausgerichtet.

Care-Arbeit rückt allmählich stärker in das Blickfeld der Sozialpolitik
Der Begriff der Care-Arbeit schließt bezahlte Arbeit  z.B. in Kindertagesstätten, Krankenhäusern oder Altersheimen ebenso ein wie eine unbezahlte Arbeit, z.B. das unentgeltliche Engagement im familiären Rahmen. Doch diese unbezahlte Sorge-Arbeit überwiegt dabei bei weitem und es sind vor allem Frauen, dies sich in dem Umfeld von Familie und Nachbarschaft engagieren. Obwohl eine Gesellschaft notwendig auf Sorgearbeit in den unterschiedlichen Lebenssituationen angewiesen ist und Care-Arbeit die Voraussetzungen für Erwerbsarbeit vielfach erst schafft, rückt dieser Bereich erst allmählich stärker in das Blickfeld der Sozialpolitik.

Beispiel: Care-Arbeit unterstützt die Chancen für ein selbstbestimmtes Alter
In unserem Land werden Menschen immer älter. Die meisten sind bei guter Gesundheit und viele haben ein gutes Auskommen. Sie können ziemlich lange selbstständig wohnen und ihre Dinge regeln. Erst im hohen Alter nimmt der Bedarf an Assistenz für den Alltag zu. Oder Gebrechlichkeit stellt sich ein, die den Verbleib in der eigenen Wohnung nicht mehr erlaubt. Für solche Fälle muss vorgesorgt werden. Es muss Menschen geben, die für die Begleitung, Betreuung und Pflege Älterer beruflich gut ausgebildet sind. Und es muss eine unterstützende Umgebung im Nahbereich vorhanden sein, etwa Pflege-Dienste und Versorgungseinrichtungen, die auf den Assistenzbedarf der älteren Personen ausgerichtet sind.

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Peter Mörbel / 05.05.2017



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