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Süddeutsche Zeitung, 29. Mai 2017

Grundeinkommen: „Arbeitgeber der letzten Instanz“

Das bedingungslose Grundeinkommen erscheint wie die logische Antwort auf die ökonomische Entwicklung. Intelligente Computersysteme übernehmen immer mehr Aufgaben, die bislang von Menschen geleistet wurden. „Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine geeignete Antwort auf die Probleme der Digitalisierung“, so aber Henning Meyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der London School of Economics.

Der Faktor Arbeit sei dem Lösungsfaktor Geld überlegen. Er bietet, strukturell fundiert, ungleich bessere Teilhabemöglichkeiten als ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Dies gilt nicht nur im Hinblick auf den sozialen und finanziellen Mehrwert durch Arbeit im eigentlichen Sinne. Teilhabe ergibt sich weiterhin durch die von der Erwerbsarbeit sich herleitenden sozialen Sicherungssysteme. Bei den Modellen des BGE bleibt demgegenüber vieles im Diffusen (Höhe, Finanzierung, Begünstigte …).

Eine reiche, moderne, intelligente Arbeitsgesellschaft sollte und kann auf ihrem ureigenen Feld der Arbeit ihre Zukunftsstrategien entwickeln. Meyer: „Der Bedarf an sinnvoller Arbeit wird in der Gesellschaft nie verschwinden.“ Unverzichtbar bleibt natürlich die Diskussion neuer Teilhabemodelle, die den Gewichtsverschiebungen in der digitalisierten Wirtschaft Rechnung tragen. Henning Meyer erörtert die Modelle Beschäftigungsgarantie, Robotersteuer und das bekannte Instrument der Arbeitnehmerbeteiligung am Firmenkapital.

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Dr. Kordula Schlösser-Kost / 02.06.2017



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